Schluckstörung: Wo kommt sie her und was kann ich dagegen machen?

Bei der Schluckstörung oder Dysphagie leiden Patienten an einem gestörten Schluckvorgang oder an einem Problem im Bereich der Nahrungspassage. Während einfache Schluckbeschwerden – etwa im Zuge einer Mandelentzündung – meist harmlos sind, können Schluckstörungen gefährliche Folgen haben. Hilfe bieten Ärzte, Logopäden und Sprachtherapeuten.

Schluckstörung: die Ursachen

Schluckstörungen können zu einer Blockierung der Atemwege führen sowie Mangelernährung und Flüssigkeitsmangel verursachen. Experten unterscheiden dabei zwischen Schluckstörungen, die den (1) Schluckakt beeinträchtigen, und solchen, die Probleme im (2) Schlucktrakt verursachen. Während für einen sicheren Schluckakt die tadellose Zusammenarbeit von Gehirn, Muskeln und Nerven notwendig ist, meint der Begriff Schlucktrakt den eigentlichen Ort des Schluckvorgangs (vom Mund bis zur Speiseröhre).

Die Ursachen für Schluckstörungen sind entsprechend mannigfaltig: Sie reichen von Gehirn-, Rückenmark-, Muskel- oder Nervenstörungen (Schlaganfall, Parkinson etc.) über konkrete Probleme im Halsbereich, in der Brust oder in der Speiseröhre (z.B. Krebs, Entzündungen oder Fremdkörper) bis hin zu Nebenwirkungen von Medikamenten (etwa Antidepressiva oder Blutdrucksenker).

Die Diagnose von Schluckstörungen

Leidet ein Patient an Schluckstörungen, bedarf es in der Regel einer aufwändigen Diagnose durch einen Facharzt.

  • Durch Gespräche mit Angehörigen und dem Patienten wird die Schluckstörung genauer analysiert. Wann tritt sie auf? Wie äußern sich die Beschwerden konkret?
  • Die Kranken- und Familiengeschichte gibt Aufschluss darüber, ob ähnliche Fälle aus der Familie bekannt sind oder ob in der Vergangenheit Operationen vorgenommen wurden, die die Schluckstörung verursacht haben könnten.
  • Mit Hilfe eines Endoskops wird untersucht, ob sich in der Speiseröhre Hindernisse befinden.
  • Besteht ein Verdacht auf neurologische Ursachen, können Radiologen den Schluckvorgang per Röntigen-Video aufzeichnen.
  • Darüber hinaus kommen mitunter auch CTs oder MRTs zum Einsatz.

Schlucktherapie: echte Teamarbeit

Zwar bleibt bei einer Schluckstörung oft keine andere Möglichkeit, als Patienten vorübergehend über eine Magensonde zu ernähren. Doch eine Schlucktherapie durch qualifizierte Logopäden kann dazu führen, dass Betroffene ihre Nahrung mittelfristig wieder auf oralem Wege einnehmen können. Spezielle Übungen helfen dabei, das Schlucken Schritt für Schritt wieder zu erlernen – etwa nach einem Schlaganfall. Logopäden stellen darüber hinaus die passende Koststufe ein und beraten die behandelnden Pfleger sowie die Angehörigen. Denn damit eine Schlucktherapie wirksam sein kann, ist Teamarbeit notwendig: Nur, wenn alle Beteiligten auch im Alltag zusammenwirken, kann der gewünschte Erfolg erzielt werden.

Sie haben Fragen zum Thema Schluckstörungen und Logopädie? Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis für Logopädie Berlin.